Exposé mit ChatGPT schreiben: 7 Prompts – und warum das Abtippen der Objektdaten der eigentliche Zeitfresser ist
Immobilien-Exposé mit ChatGPT schreiben: 7 fertige Prompts zum Kopieren. Plus der ehrliche Grund, warum ChatGPT allein selten Zeit spart – und was wirklich hilft.
„Schreib mir ein Exposé für diese Wohnung” – dieser Prompt landet täglich tausendfach in ChatGPT. Das Ergebnis ist meistens brauchbar, manchmal sogar gut. Das eigentliche Problem taucht aber vorher auf: Bevor ChatGPT überhaupt etwas schreiben kann, müssen Wohnfläche, Zimmerzahl, Baujahr, Energieausweis-Werte, Ausstattungsdetails und Lagebeschreibung erst einmal aus dem CRM heraus- und in den Chat hineinkopiert werden. Dieser Artikel liefert sieben Prompts, die wirklich funktionieren – und zeigt danach ehrlich, wo an dieser Stelle die eigentliche Zeit verloren geht.
Warum Makler überhaupt zu ChatGPT greifen
Exposé-Texte sind repetitiv, aber jedes Mal individuell genug, dass eine starre Vorlage nicht ausreicht. Genau das ist die Stärke eines Sprachmodells: Es kombiniert feste Textbausteine mit den konkreten Daten des jeweiligen Objekts. Wer die Prompts richtig formuliert, bekommt in Sekunden einen Text, der sich um Welten von generischen Textbaustein-Sammlungen unterscheidet.
7 Prompts für ChatGPT, die Sie direkt verwenden können
Für alle Prompts gilt: Je mehr konkrete Objektdaten Sie mitliefern, desto besser das Ergebnis. Floskeln wie „schön” oder „gepflegt” vermeiden – lieber Zahlen, Fakten, Eigennamen (mehr dazu im Artikel Immobilienbeschreibung schreiben).
1. Die vollständige Objektbeschreibung
„Schreibe eine verkaufsstarke Immobilienbeschreibung für ein Exposé. Objekttyp: [Wohnung/Haus/Gewerbe]. Daten: [Wohnfläche, Zimmerzahl, Baujahr, Ausstattung, Besonderheiten]. Zielgruppe: [z. B. Familien, Kapitalanleger]. Ton: sachlich-hochwertig, keine Floskeln wie ‚traumhaft’ oder ‚Wohlfühloase’, stattdessen konkrete Details. Länge: 200–250 Wörter.”
2. Die Lagebeschreibung
„Formuliere eine Lagebeschreibung für ein Exposé. Adresse/Stadtteil: [Ort]. In der Nähe: [Kita, Schule, ÖPNV, Einkauf, Grünflächen mit ungefährer Entfernung]. Schreibe konkret mit Gehminuten-Angaben, keine pauschalen Aussagen wie ‚zentral gelegen’. Länge: 100–120 Wörter.”
3. Die Überschrift / der Aufmacher
„Formuliere 5 Überschriften für ein Immobilienexposé, die neugierig machen, ohne zu übertreiben. Objekt: [kurze Beschreibung, z. B. ‚sanierte 3-Zimmer-Altbauwohnung mit Balkon’]. Maximal 8 Wörter pro Überschrift, kein Ausrufezeichen, keine Superlative.”
4. Der Social-Media-Post zum Objekt
„Schreibe einen kurzen Instagram/Facebook-Post (max. 80 Wörter) zur Bewerbung dieser Immobilie: [Kurzbeschreibung]. Ton: persönlich, nicht werblich-aufdringlich. Am Ende ein klarer Call-to-Action zur Besichtigungsanfrage. Keine übermäßigen Emojis.”
5. Die Kurzfassung für Portale mit Zeichenlimit
„Kürze diese Objektbeschreibung auf maximal 500 Zeichen für ein Immobilienportal, ohne die wichtigsten Fakten (Preis, Fläche, Zimmerzahl, Lage) zu verlieren: [Text einfügen].“
6. Die E-Mail an vorgemerkte Interessenten
„Schreibe eine kurze E-Mail (max. 120 Wörter) an einen Interessenten, der sich für [Objekttyp/Lage] interessiert hat, und stelle dieses neue Objekt vor: [Kurzbeschreibung]. Ton: persönlich, kein Massen-Newsletter-Gefühl. Mit Terminvorschlag zur Besichtigung.”
7. Die Übersetzung für internationale Käufer
„Übersetze diese Immobilienbeschreibung ins Englische, angepasst an den Sprachstil englischsprachiger Immobilienportale (nicht wörtlich, sondern idiomatisch korrekt): [Text einfügen].”
Typische Fehler, die die Prompt-Ergebnisse schlechter machen
Auch mit guten Prompts entstehen mittelmäßige Texte, wenn ein paar typische Fehler unterlaufen:
- Zu wenig Kontext mitgeben. „Schreib ein Exposé für eine 3-Zimmer-Wohnung” liefert einen generischen Text. Je mehr konkrete Fakten im Prompt stehen, desto konkreter das Ergebnis – ChatGPT erfindet fehlende Details sonst selbst, und genau daraus entstehen Floskeln.
- Das Ergebnis ungeprüft übernehmen. Sprachmodelle formulieren manchmal Zahlen oder Fakten leicht anders als vorgegeben. Vor dem Veröffentlichen immer gegen die Originaldaten aus dem CRM prüfen – gerade bei Wohnfläche, Preis und Energiewerten ist das keine Kür, sondern Pflicht.
- Keinen Ton vorgeben. Ohne Tonalitäts-Vorgabe rutscht ChatGPT schnell wieder in genau die Maklerprosa, die eigentlich vermieden werden soll. Ein expliziter Hinweis wie „keine Floskeln, keine Superlative” im Prompt hilft spürbar.
- Denselben Prompt für jedes Objekt recyceln, ohne die Zielgruppe anzupassen. Eine Stadtwohnung für Studierende braucht einen anderen Fokus als ein Einfamilienhaus für Familien – das gehört in den Prompt, nicht nur die reinen Objektdaten.
Wer diese vier Punkte beachtet, bekommt aus den sieben Prompts oben durchweg brauchbare erste Entwürfe – die dann höchstens noch einen Feinschliff brauchen, statt komplett umgeschrieben zu werden.
Warum diese Prompts trotzdem nicht die eigentliche Zeitersparnis bringen
Hier kommt der Teil, der in den meisten ChatGPT-Ratgebern fehlt: Die sieben Prompts oben funktionieren zuverlässig – aber der Prompt selbst ist selten der Zeitfresser. Der Zeitfresser sitzt davor.
Bevor Prompt 1 überhaupt abgeschickt werden kann, muss jemand ins CRM wechseln, die Objektdaten heraussuchen, in ein separates Textfeld kopieren, den Tab zu ChatGPT wechseln, die Daten einfügen, den Prompt anpassen, das Ergebnis kopieren, zurück ins CRM wechseln und dort wieder einfügen. Bei einem Objekt mit 15–20 relevanten Datenfeldern (Wohnfläche, Zimmerzahl, Baujahr, Energiewerte, Ausstattung, Lagefaktoren, Preis, Nebenkosten …) ist das nicht in 30 Sekunden erledigt – realistisch sind das 5 bis 10 Minuten reines Copy-Paste, pro Exposé, bevor überhaupt ein Wort geschrieben wurde.
Multipliziert mit mehreren Objekten pro Woche und mehreren Sprachversionen oder Textvarianten (Portal-Kurzfassung, Social-Media-Post, Exposé-Volltext) summiert sich das zu einem echten Zeitblock im Kalender – der mit der eigentlichen kreativen Arbeit nichts zu tun hat.
Der Unterschied: KI, die die Objektdaten selbst liest
Genau an diesem Punkt setzt ExposéGPT an. Die Browser-Extension läuft direkt im CRM – onOffice, Flowfact oder Propstack – und liest die Objektdaten automatisch aus der geöffneten Objektmaske aus. Kein Copy-Paste, kein Tab-Wechsel, kein manuelles Zusammensuchen von Wohnfläche und Baujahr. Der Prompt-Teil aus diesem Artikel bleibt im Prinzip derselbe – nur dass die Daten nicht mehr abgetippt werden müssen, sondern automatisch vorliegen. Wer unterwegs ist, kann Eindrücke zusätzlich einsprechen statt zu tippen, und Texte lassen sich direkt in eine von 85 Sprachen übersetzen – praktisch bei internationalen Käufern, ohne Prompt 7 manuell auszuführen. Der persönliche Schreibstil lässt sich außerdem einmalig hinterlegen, statt ihn bei jedem Prompt neu zu beschreiben. Mehr dazu bei den Funktionen im Detail.
Für die Lagebeschreibung – oft der unterschätzte Teil des Exposés – lohnt sich zusätzlich ein Blick in 12 Beispiele für Lagebeschreibungen, die sich direkt als Referenz für Prompt 2 nutzen lassen.
Fazit
ChatGPT ist ein solides Werkzeug für Exposé-Texte, wenn die Prompts konkret formuliert sind – die sieben oben liefern einen zuverlässigen Startpunkt. Die eigentliche Zeitersparnis entsteht aber nicht durch den perfekten Prompt, sondern dadurch, dass die Objektdaten gar nicht erst manuell zusammengesucht und kopiert werden müssen. Wer das ausprobieren möchte: ExposéGPT kostenlos im Chrome Web Store installieren und direkt im eigenen CRM testen.